Es haben sich schon viele Investoren aus Deutschland in Russland engagiert. In der Presse erscheinen davon immer die, die verloren haben. Wir können aufgrund unserer langjährigen Erfahrung mit diesem sicherlich nicht einfachen Land hier einige Klassifizierungen vornehmen:

Russland hat, wie dem einschlägig interessierten Investor bekannt sein dürfte, im Jahre 1998 einen finanziellen Zusammenbruch erlitten, von dem man sich nur langsam erholt hat. Dabei haben die Aktienmärkte und Börsen dort nach ungekanntem Boom auch viele Russen in den Ruin getrieben. Seitdem hat man mit russischen Aktien wenig Freude gehabt, obwohl das Land jetzt wesentlich besser dasteht als vor 2 Jahren.

So haben die gestiegenen Einnahmen aufgrund der hohen Energiepreise des vergangenen Jahres den russischen Staat in die Lage versetzt, eigentlich alle Verbindlichkeiten auch ohne neue Kredite bedienen zu können. Dass dies trotzdem nicht geschieht, ist ein “Pokerspiel” der Regierung, ob man aus uns reichen Deutshen nicht noch mehr Vorteil ziehen kann, indem man fällige Zahlungen aufschiebt, auch wenn man das Geld eigentlich hat.

Gleichwohl sind auch heute russische Aktiengesellschaften in der Qualität ihrer Papiere nicht mit westeuropäischen zu vergleichen. Die formell vorhandenen Kontrollmechanismen sind eher zahnlose Tiger, wenn es zu Streitigkeiten bei Kapitalbewegungen kommt. Fast jeden Tag entsteht in irgendeinem russischen Unternehmen ein neuer Konflikt um die Macht, die mit einseitigen Kapitalerhöhungen verschoben wird, zu Lasten der Altaktionäre, die meist keinen Ausgleich erhalten. Der Rechtsweg steht zwar offen, ist aber teuer und schwierig und selbst ein Urteil kann durch ein Gegenurteil eines anderen Gerichts wirkungslos werden. Hier siegt der mit den besseren Beziehungen.

Was geht?

1. Direktinvestition versus Aktien an der Börse

Selbst grosse Unternehmen aus Deutschland lassen sich hireissen zu Aktienkäufen , Minderheitsbeteiligungen an russischen Konzernen, verbunden mit blindem Vertrauen in die Zahlen der russischen Geschäftsleitung und eine rosige Zukunft. Bei Bankaktien hat das 1998 zu einigen Totalverlusten geführt. Die anderen machen zwar weiter, aber keinen Gewinn.

Andererseits sind in der russischen Industrielandschaft noch unzählige Lücken, die mit Importwaren gefüllt werden, sodass diese Güter dort teurer sind als hier. Die Pionierarbeit der Direktinvestition wird mit erstaunlich kurzen Amortisationszeiten belohnt und Eigenkapitalverzinsungen von 25 - 30 % sind nichts ungewöhnliches.

Wie kommen wir darauf?

Wir beschäftigen uns mit Maschinen und Produktionsanlagen. Das lief früher als reines Exportgeschäft, da das Geld über die o.g. Börsengeschäfte ins Land floss und als Investitionskapital ausserhalb der Kontrolle der Geldgeber verwendet wurde. Nach der Krise hatten unsere Kunden als “Käufer” dieses Geld nicht mehr.

Wir haben dann unzählige Businesspläne erhalten, verbunden mit der Bitte, Investoren zu suchen für Gemeinschaftsunternehmen 50:50 oder ähnliches. Dies kann alles, wie wir feststellten, nicht empfohlen werden, da alle diese Pläne von den Autoren geschönt wurden. Es fanden sich z.B. immer maßlos überbewertete Ruinen als Kapitaleinlage, die paritätisch mit harten Devisen aufgewogen werden sollten.

Wir haben also gar nichts mehr geglaubt und selbst Businesspläne mit konkreten, überprüften Daten erstellt. Und dabei festgestellt, dass die Chancen und Renditen besser sind als erwartet.  Man muss nur das Heft selbst in die Hand nehmen und darf die Kontrolle über das gesamte Kapital nicht aus der Hand geben.

Was ist positiv?

Die Leute vor Ort wollen und können arbeiten. Die Arbeitslosigkeit ist gross, man kann sich die besten Leute aussuchen und bekommt dann Personal, das es gewohnt ist, selbst aus absolutem Schrott noch etwas zu machen. Gibt man ihnen brauchbare Technik, kann sich das Ergebnis mit Sicherheit sehen lassen. Wir können das aus eigenen Anlagenlieferungen und vielen Beispielen belegen.

Es gibt vielerorts überdimensionierte Infrastruktur, die brachliegt.

Wir haben einige Standorte ausgewählt, wo auch die sprichwörtliche Bürokratie in den Griff bekommen wurde, geben aber auch dabei das letzte Wort nie aus der Hand.

So wird “Investieren in Russland” zu einer kalkulierbaren Sache. Profitieren Sie von 10 Jahren Erfahrung im neuen Russland.

 

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14.11.03  aktualisiert

wir heben ein bier
Tjemo7
Investieren in Russland